Wir

WAS WIR TUN
WERTE DES VEREINS
GESCHICHTE DES VEREINS
UNSER TEAM


 

Was wir tun

Der BDB e.V. ist eine Selbstorganisation von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die sich im Bereich Menschenrechte, Antidiskriminierung, Antirassismus, Flucht und Gender engagieren. Der BDB hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausgrenzung und Diskriminierung von sog. „Minderheiten“ zu überwinden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Arbeit gegen ethnische Diskriminierung / Rassismus (Benachteiligung wegen Herkunft, Kultur, „Hautfarbe“ und Nationalität). In der Praxis findet Diskriminierung meistens nicht nur in einer Form statt, sondern an der Schnittstelle von zwei oder mehreren Merkmalen. Das nennt man Mehrfachdiskriminierung! Dabei verfolgen wir folgende Arbeitsschwerpunkte:

  1. Beratung und Begleitung für Menschen, die von Diskriminierung und Rassismus betroffen sind Wir hören zu, was Sie erfahren haben und suchen mit Ihnen nach einer Lösung, um damit umzugehen.
  1. Trainings und Fortbildungen Wir bieten Trainings und Fortbildungen an, um Menschen für dieses Problem zu sensibilisieren und weitere Diskriminierung zu verhindern (Präventionsarbeit). Wir bieten Empowerment-Workshops für Betroffene von Rassismus an, damit sie sich dagegen stärken können. Ebenso beiten wir Trainings zu Vielfalt und Interkultureller Kompetenz- auch für Gruppen und Institutionen – an. Bei Interesse bitte anfragen!
  1. Politische Arbeit Der BDB sensibilisiert die Öffentlichkeit durch Veranstaltungen, Publikationen und Aktionen, macht Lobby- und Netzwerkarbeit, um mit Mitstreiter_innen die Gesetzeslage in diesem Bereich voranzutreiben. Wir bieten die Möglichkeit an, sich zu verschiedenen Themen im Bereich Rassismus auszutauschen und zu engagieren (z.B. Racial Profiling, Gesetzgebung, Mobbing und Ausschreitungen in Schule, Gesundheitsversorgung, Arbeitsstelle…). Wir freuen uns auf Sie!

  2.  

    Werte des Vereins: 

  3. Die Menschen sollen abgeholt werden, wo sie sind.
  4. Eine antirassistische Auseinandersetzung soll zu mehr Würde für alle – nicht zu Unterwerfung und Ohnmacht der Beteiligten– führen.
  5. Eine antirassistische Auseinandersetzung braucht die Möglichkeit, unzensiert –aber respektvoll – über die Themen zu reden, welche die Teilnehmenden bewegen.
  6. Die Auseinandersetzung mit Differenz und Rassismus in der Gesellschaft fängt bei sich selbst an: in der Auseinandersetzung mit der eigenen Position in der eigenen Gesellschaft, mit den eigenen sozialisierten Selbst- und Fremdbildern und den eigenen Werten und Interessen.
  7. Das Ziel der Beratung ist die Begleitung und das Empowerment der Betroffenen, indem sie informiert, ermutigt und unterstützt werden.
  8. Wir wollen Betroffene unterstützen, stärker (demokratische) Teilhabe in der Gesellschaft für sich zu fordern.
  9. Wir möchten Bewußtsein und Sensibilisierung für die Themen Diskriminierung und Rassismus in der Gesellschaft fördern und an verschiedenen Stellen für ein gleichberechtigtes Miteinander eintreten.

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    GESCHICHTE DES VEREINS

    Der BDB e.V. wurde 1996 von einem breiten Spektrum von Selbstorganisationen gegründet, mit dem Ziel Antidiskriminierungs- und Empowermentarbeit von und für Menschen mit Rassismuserfahrung zu machen.

    Dabei hat sich der BDB in verschiedenen Phasen entwickelt. 1996 wurde BDB das Büro gegen ethnische Diskriminierung in Berlin und Brandenburg genannt. Zu den Gründungsmitgliederin gehörten: Europa-Afrika-Kulturzentrum, Polnischer Sozialrat, Südost-Europa- Kultur e.V., Tüfoyat und Tübiks e.V. und VIA-Regionalverband Berlin-Brandenburg. Mit der Erweiterung seines Aktionsradius von der kommunalen auf die nationale Ebene gründete sich im Jahre 2000 der “Bund gegen ethnische Diskriminierung in der Bundesrepublik Deutschland“ e.V. (BDB), dessen Mitgliedsvereine überwiegend aus Interessenorganisationen von MigrantInnen und Geflüchteten bestanden.

    In der Umsetzung sowohl inhaltlicher als auch struktureller Entwicklungen des BDBs und entsprechend der Realität des internen Lebens des Vereins wurde der Name des Vereins von Bund gegen ethnische Diskriminierung e.V. (BDB) im Jahr 2007 in Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit e.V. (BDB) geändert. So lautet unser Vereinszweck folgendermaßen: „Chancengleichstellung sowie die strukturellen Veränderungen entsprechend des horizontalen Ansatzes des Artikel 13 Amsterdamer Vertrag und AGG wird satzungsgemäß durch die pädagogische Bildungsarbeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung (Curriculum, Kurse, Lehrpläne, Supervisionen, Praxisberatung, Coaching, MultiplikatorInnenschulung) verwirklicht.“.

    Der BDB war Vorreiter in allen Bereichen der Antidiskriminierungsarbeit. Der Verein gründete 1996 eines der ersten Büros für die Antidiskriminierungsberatung bundesweit. 2007 schrieb der BDB mit anderen Antidiskriminierungsbüros in Deutschland “Diskriminierung erkennen und handeln!”, ein Handbuch für Antidiskriminierungsberatung auf der Basis des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG).

    Der BDB war einer der Pioniere in der Entwicklung von Sensibilisierungsarbeit mit Sicherheitsbehörden und Verwaltung im ganzen Deutschland, sowohl auf individueller Ebene mit Trainings als auch auf struktureller Ebene durch Diskussion und Austausch mit diesen Behörden. Fast 20 Jahre lang war der BDB in Austausch mit der Berliner Polizei zu ihren Organisationsstrukuren und haben bei ihnen Sensibilisierungstrainings durchgeführt.

    Im Bereich Netzwerk- und Lobbyarbeit war BDB im Laufe seiner Geschichte nicht nur auf lokaler, sondern auch auf regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene aktiv. 2001 Ist BDB dem Netzwerk gegen Rassismus, Forum gegen Rassismus und auch dem Europäischen Netzwerk gegen Rassismus beigetreten. Im gleichen Jahr nahm der BDB an der von den Vereinigten Nationen veranstalteten “World Conference against Racism” in Durban, Südafrika teil. Infolgedessen war der BDB dann auch beteiligt an dem Austausch zwischen der Zivilgesellschaft und der Bundesregierung zur Weiterentwicklung des deutschen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus. 2007 war der BDB eine der Gründungsmitgliedsorganisationen des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd).


     

    Unser Team

    Unsere Mitglieder sind Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die sich in den Bereichen Menschenrechte, Antidiskriminierung, Antirassismus, Flucht und Gender engagieren.

    Die Trainer_innen, Organisations-Berater_innen und Supervisor_innen sind u.a. in den Bereichen Antidiskriminierung, Antirassismus, Demokratie-Erziehung, Interkulturelle Kommunikation, Menschenrechtsbildung professionell ausgebildet, besonders mit den Ansätzen Bezavta, Social Justice, Anti-Bias, Eine Welt der Vielfalt, Vorurteilsbewußte Erziehung und Bildung, Kunst- und Theaterpädagogik sowie globales Lernen.

    Unsere Antidiskriminierungs-Berater_innen sind nach den Standards vom Antidiskriminierungsverband Deutschland ausgebildet.

    Unsere Mitglieder sind regelmäßig mit politischen Akteuren und Verwaltungsinstitutionen sowie anderen Nichtregierungsorganisationen und Migrant_innenorganisationen im Austausch.