Aktuelles

Eine Stellungnahme vom BDB e.V.* zur Veröffentlichung der Berliner Polizei von ihrer Liste von „kriminalitätsbelasteten Orten“

Am 7. Juni hat die Polizei erstmalig eine Liste von zehn Orten in Berlin veröffentlicht, die sie als „besonders gefährlich“ einstufen, sogenannten „kriminalitätsbelasteten Orten“ (kbOs). Wir begrüßen diese durch die Koalition durchgesetzte Transparenz über die Rechtslage von Menschen an diesen Orten. An „gefährlichen Orten“ dürfen Polizist*innen seit Jahren Menschen ohne Anlass und ohne Verdacht den Ausweis kontrollieren und durchsuchen. Weil Polizeikontrollen und -durchsuchungen einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellen, gibt es klare Regeln, die festlegen, in welchen Fällen Polizist*innen diese Grenzen überschreiten dürfen. Zumindest muss nachgewiesen werden, dass eine Kontrolle bzw. Durchsuchung strafrechtliche Ermittlungen voranbringt.

In unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Bildungsarbeit mit Polizist*innen haben wir gelernt, dass Polizist*innen sehr wohl geschult werden, verdächtiges Verhalten zu erkennen und Verdacht zu begründen. Wenn sie aber Menschen nicht deshalb kontrollieren, weil sie konkreten Grund zum Verdacht haben, stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien sie kontrollieren.

In der Praxis zeigt sich, dass Polizist*innen an kbOs nicht etwa jede 20. Person kontrollieren, sondern explizit beauftragt werden, bestimmte Bevölkerungsgruppen zu kontrollieren, die überdurchschnittlich in der Kriminalstatistik für diesen Ort vorkommen. Was passiert? Menschen werden einfach aufgrund ihrer äußeren Erscheinung (z.B. „Hautfarbe“, (angenommenen) Herkunft oder Religionszugehörigkeit) wiederholt aufgehalten. Ihre persönlichen Sachen werden durchgewühlt. Sie werden als potentiell Kriminelle gedemütigt.

Menschen nur aufgrund der Annahme, sie gehören einer bestimmten nationalen, „ethnischen“ oder religiösen Gruppe, zu verdächtigen ist eine rassistische und menschenunwürdige Praxis. Sie verstößt dementsprechend gegen das Grundgesetz! Sie ist auch eine Vergeudung polizeilicher Ressourcen und Steuergelder, die eher auf konkrete Verdachtsmomente konzentriert werden müssen, sodass unsere Sicherheit tatsächlich erhöht wird!

Der Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit in der BRD (BDB e.V.) fordert die Berliner Polizei auf die Praxis anlass- und verdachtsunabhängiger Kontrollen an sogenannten „kriminalitätsbelasteten Orten“ und darüber hinaus zu unterlassen!

Daher beteiligt sich der BDB e.V. aktiv an der Kampagne „Ban! Racial Profiling – Gefährliche Orte abschaffen“!

14. Juni 2017

BDB_PM Racial Profiling_2017

PK Ban Racial Profiling. Gefährliche Orte abschaffen

Grundsatzerkla_rung_Racial Profiling

#BanRacialProfiling

#GefährlicheOrte

Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=UPo2-Zgs2BE

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EMPOWERMENT-WORKSHOP

Thema: Selbstbewusst im Umgang mit dem Arbeitsamt und Jobcenter

Der Umgang mit dem Arbeitsamt und Jobcenter kann eine sehr unklarer und frustrierender Prozess sein. Die unterschiedlichen Rechte und Möglichkeiten um Unterstützung und Beratung sind häufig intransparent. Schwarze Menschen werden häufig mit vielen Bildern und Erwartungen konfrontiert, welche meist einen Teil bzw. den gesamten Beratungsprozess begleiten. Hier bieten wir Ihnen unentgeltlich einen ersten Überblick der Rechte und Strukturen sowie einen Raum für Reflexion der eigenen Erfahrungen, damit Sie besser vorbereitet und persönlich gestärkt Ihre Situation mit dem Jobcenter bzw. Arbeitsamt klären können!

Ein Informations-Reader wird den Teilnehmenden beim Training zur Verfügung gestellt.

Workshop für den Umgang mit dem Jobcenter und Arbeitsagenturen, speziell für schwarze Menschen

Am 8./9. Juli 2017, 10-17 Uhr

Findet statt im: SprengelHaus, Sprengelstr. 15, 13353 Berlin

DIESES ANGEBOT IST KOSTENLOS!

Jedoch fordern wir eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 17.06.2017 in Form einer Kaution (per Überweisung) von 20€ und eine formlose Anmeldung per Email. Nach Teilnahme an dem Workshop wird die Kaution zurück erstattet.

Zu den beiden Trainer_innen:

  • Antoine Segbeu (Master: Personalpolitik, Diplom: Kaufmann/Public Management) ist Berater für Antidiskriminierung bei BDB e.V. sowie Berater für Organisationsentwicklung. Er bringt auch sein Wissen und Erfahrung aus seiner Zeit als Berater beim Jobcenter.
  • Akinola Famson (Pädagoge) ist langjähriger Trainer im Bereich Antirassismus und Empowerment.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte:

Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit e.V. (BDB), Email: bdb@bdb-germany.de

Mehr Information hierzu auf:

Deutsch(Werbung_DM-Jobcenter-Empowerment_7-8 Juli 2017),

Englisch (Werbung_DM-Jobcenter-Empowerment_7-8 Juli 2017_ENGLISH)

FranzösischWerbung_DM-Jobcenter-Empowerment_7-8 Juli 2017__FRANZ)

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Diaspora Mittendrin: Empowerment-Angebote für Schwarze Menschen mit eigener Migrationserfahrung

Sie wurden im Alltag, im Job oder bei der Behörde aufgrund ihrer Herkunft, Kultur, „Hautfarbe“ und oder Nationalität schlechter behandelt als andere
oder kennen eine Person, der das wieder fahren ist? Das ist eine Diskriminierung! Sie müssen solche Momente und Situationen nicht hinnehmen, denn es ist Ihr Recht sich dagegen zu wehren und sich getroffen zu fühlen!

Schwarze Menschen erleben eine spezifische Form von Rassismus. Mit dem Projekt „Diaspora Mittendrin“ bietet BDB deshalb speziell für
Schwarze Menschen mit eigener Migrationserfahrung folgende Angebote an:

Beratung: Wir hören zu, was Sie erfahren haben und suchen mit Ihnen unentgeltlich und vertraulich nach einer Lösung. Wir kommen zu Ihnen nach Hause oder treffen Sie in unserem Büro. Die Beratung wird von Menschen mit afrikanischem Migrationshintergrund angeboten.

Workshops und Trainings zu den Themen, die Sie und Ihrer Community zum Thema Diskriminierung stärken! Erzählen Sie uns was Sie brauchen! Wir können kostenlose Workshops anbieten!

Sprechzeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag,immer 11 – 15 Uhr

Beratung:
nach Vereinbarung,auch außerhalb der Öffnungszeiten

Kontakt:
030-216 88 84
bdb@bdb-germany.de

Adresse:
BDB e.V.
SprengelHaus
Sprengelstrasse 15
13353 Berlin

Mit freundlicher Unterstützung von:

                     

https://www.heidehof-stiftung.de/         https://www.berlin.de/lb/intmig/